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"Ich habe immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet"

Alumni-Geschichte(n): Annette Hexelschneider (Diplom Polygraphie 1984 an der TH Leipzig) im Gespräch

21.08.2017

Annette Hexelschneider (Diplom Polygraphie 1984) ist selbständig tätig im Bereich Wissensmanagement (Foto: Thomas Lieser)

Fotos vom Gautschfest der Sektion Polygrafie - anno 1982, noch auf dem Gelände am Gutenbergplatz (bis 2012)

Gautschbrief von Annette Hexelschneider 1982

„Vom Studium an habe ich immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet“: Diplom-Ingenieurin Annette Hexelschneider (Diplom Polygraphie 1984 an der TH Leipzig) ist heute selbständig. Ihr Lebensweg führte sie von Leipzig über Stuttgart nach Wien. Dabei sammelte sie Erfahrungen im Druck- und Verlagswesen, Wissensmanagement, Kommunikation, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung in nationalen & internationalen Firmen und Organisationen. Heute unterrichtet sie an Fachhochschulen und ist Trainerin für die visuelle Kommunikation von komplexem Fachwissen und Wissenstransfer. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Wissensmanagement in Deutschland und Österreich.

 

Was haben Sie vor dem Studium gemacht? Warum haben Sie sich entschieden, an der HTWK zu studieren?

Annette Hexelschneider: Ich habe vor dem Studium an der TH Leipzig eine Berufsausbildung mit Abitur gemacht. Das war eigentlich Zufall. Auf andere Weise hätte ich kein Abitur machen können. Doch bin ich dem Zufall dankbar – wie so vielen Zufällen in meinem Leben. Die industrielle Buchbinderei sehr gut zu kennen und zu beherrschen war eine nützliche Basis für das Studium. Eigentlich haben damals fast alle StudentInnen in unserem Studiengang einen Beruf mitgebracht. Das hat uns besser und schneller in viele Fächer im Studium hineinkommen lassen.

Welches Erlebnis/welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?

Hexelschneider: Der Zusammenhalt untereinander mit den StudentInnen im Studienjahr und mit den DozentInnen. Dass immer alle ansprechbar waren. Immer ansprechbar für meine StudentInnen bin ich heute in meinen Lehrveranstaltungen an drei FHs in Österreich. Und wir hatten an der TH immer viel Spaß zusammen. Zum Beispiel beim Gautschfest (siehe Fotos) oder bei der Sommer-Aktion „Gesunder Wald“. Wo unser Studienjahr gemeinsam ein Zelt bezog und sich nicht nach Geschlechtern getrennt hat. Wir waren zwar das einzige „gemischte“ Zelt, doch alle haben es akzeptiert.

Wie hat Studium Sie auf Ihre heutige Tätigkeit vorbereitet?

Hexelschneider: Es hat mich gestärkt und befähigt, immer neue Wege zu gehen. Ich habe im Studium eine sehr solide Ausgangsbasis für die grafische Branche bekommen. Quasi den Startblock und die Joggingschuhe. Und ich bin dann mal „losgerannt“. Zuerst im Druck- und Verlagswesen von Printprodukten, dann zu elektronischen Produkten und danach zur Visualisierung von Wissen und zum Wissensmanagement. Von Leipzig nach Stuttgart nach Wien. Vom Studium an habe ich immer für, mit und rund um Wissen gearbeitet.

An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Hexelschneider: Weniger ist mehr ist eine immer wieder in meinem Leben neu gelernte Lektion. Daher interessiert mich speziell didaktische Reduktion in Kommunikation und Wissenstransfer. Und Wissenstransfer auf Fachveranstaltungen. Nur die lehrende und lernende Fachveranstaltung hat Zukunft. Für mich sind Veränderungen in der Arbeit immer wieder Antrieb, mir neue Welten zu erschließen.

Welchen Ratschlag würden Sie Studierenden Ihres Faches aus heutiger Sicht geben?

Hexelschneider: Ich darf das ausweiten auf alle Studierenden? Zwei Tipps habe ich. 1. Der Weg ist das Ziel. Das macht flexibel und offen für Überraschungen am „Wegesrand“. 2. Mitglied in Fach- oder Berufsverbänden zu werden – ideale Lern- und Netzwerkorte.

 

(Stand: August 2017)

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