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Hochschulstudium für Medienberufe immer wichtiger

Kooperative Medienstudiengänge der HTWK Leipzig wurden in Bonn vorgestellt

11.03.2015

Ist das Volontariat noch der Königsweg in einen Medienberuf? Oder verlagert sich die Medienausbildung hin zu Hochschulstudiengängen, in Kooperation mit Medienhäusern und Akademien? Rund 90 Teilnehmende aus Wissenschaft, Hochschullehre, Journalismus und praktischer Journalistenausbildung gingen der Frage Anfang März auf einer gemeinsamen Fachkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sowie der Initiative Qualität im Journalismus (IQ) in Bonn nach. 

 

 

Weniger Volontariate

Das Volontariat in seiner derzeitigen Form hat an Attraktivität verloren. Das zeigte eine in Bonn vorgestellte Umfrage, die Beatrice Dernbach (Technische Hochschule Nürnberg) und Klaus Meier (Kath. Universität Eichstätt), beide DGPuK, unter Ausbildungsredakteuren durchgeführt haben. Die Ausbilder gaben an, dass die Anzahl der Volos rückläufig sei. Von den Bewerbern wünschten sie sich vor allem Innovationsfähigkeit, aber auch Technik- und Gestaltungskompetenz. Neben Schreibstil und Recherche seien onlinejournalistische und crossmediale Kompetenzen gefragt, fanden Dernbach und Meier heraus.

 

 

HTWK Leipzig ausgewählt

Beim Ausbildungsmarktplatz im Foyer der Deutschen Welle in Bonn präsentierten zehn ausgewählte Hochschulen und Journalistenschulen im Anschluss kooperative Studienkonzepte – um die 30 hatten sich beworben. Für die HTWK Leipzig stellte Gabriele Hooffacker die drei Studiengänge Fernsehproduktion in Kooperation mit der Fernseh-Akademie Mitteldeutschland (FAM), Crossmedia Management mit der Universität Leipzig und der Leipzig School of Media sowie Medientechnik mit den Kooperationen im Projektbereich vor. 

 

 

Anhand der Posterpräsentationen bewerteten junge Journalisten und Volontäre die Aussteller, darunter etwa die Technische Universität Dortmund, die Universität Mainz oder die Deutsche Journalistenschule. Der WDR-Volontär Gregor Landwehr lobte besonders das „nerdige“ Studienangebot der HTWK Leipzig. 

 

Letzten Endes blieb die Antwort auf die Ausgangsfrage offen. Volontariate sind jedenfalls nicht mehr so nachgefragt wie noch vor zehn Jahren, die Anzahl der Angebote nimmt weiter ab. Andererseits wird ein Hochschulstudium in den allermeisten Berufen rund um Medien und Journalismus inzwischen vorausgesetzt. Michael Konken vom Deutschen Journalistenverband zog als Fazit: Die entscheidende Frage sei, wie man die Besten künftig gewinnen und binden könne.

 

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