Praxisprojekte

Praxisprojekte sind die „Königsdisziplin“ im sechsten Fachsemester: In kleinen Teams von zwei bis vier Studierenden werden Projektthemen bearbeitet. Neben der fachlichen Aufgabenstellung gilt es somit, auch Gruppendynamiken zweckorientiert zu meistern. Der Grundgedanke ist, sehr berufsnah und selbständig Projekte in Absprache mit den Projektpartnern zu entwickeln. Die Betreuung erfolgt durch einen der Professoren des Studiengangs.

Die Projektthemen ergeben sich aus dem Studentischen Praxissemester oder werden von anderen Museen, Institutionen, Vereinen an den Studiengang herangetragen. Wie weit gefächert sie sein können, mit welchen Projektpartnern operiert wird, zeigt die folgende Liste der Praxisprojekte aus dem letzten Sommersemester.

Praxisprojekte 2018

Erfassung der Arsall-Sammlung des Glasmuseums Weisswasser

Bei dem zu bearbeitenden Konvolut handelt es sich um etwa 60 Stücke – zum größten Teil Vasen – aus der Arsall-Glas-Produktion der Vereinigten Lausitzer Glaswerke Weisswasser. Die Objekte befinden sich in der Sammlung des Glasmuseums Weisswasser. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Produktionsaufnahme des Überfangglases 1918 widmet ihm das Museum dieses Jahr eine Sonderausstellung. Gleichzeitig soll diese Gelegenheit dazu genutzt werden, dass Konvolut zu fotografieren und mit Hilfe der Software FAUST zu erfassen.
Betreuung: Prof. Dr. Johannes Tripps

Inventarisierung im Museum Schwarzbach


Betreuung: Prof. Dr. Johannes Tripps

Inventarisierung von Graphikbeständen im Museum der Bildenden Künste Leipzig

Der Bestand der graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste in Leipzig soll mit MuseumPlus neu inventarisiert werden. Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen kommunalen Finanzmanagements bei der Stadt Leipzig 2010/11 wurden sämtliche Kunstwerke zum Teil nur mit einer Notinventarisierung elektronisch erfasst. Das betrifft vor allem sämtliche druckgraphische Mappenwerke in der Graphischen Sammlung mit etwa 3500 Blättern (19. bis 21. Jahrhundert). Die Einträge für diese Blätter in MuseumPlus wären am Original mithilfe der handschriftlichen Inventare bzw. alter Karteikarten, Archivalien und Bibliotheksrecherche umfänglich zu korrigieren und zu ergänzen. Dies betrifft sowohl die Informationen zu den Künstlern als auch zu den Techniken, Materialien und der Provenienz.
Betreuung: Prof. Dr. Johannes Tripps

Überarbeitung des Dauerausstellungskonzepts für das Hüttenmuseum Ilsenburg

Die Stadt Ilsenburg nutzt ein historisches Fachwerk-Palais in der Innenstadt für die Stadtbibliothek und das Hüttenmuseum Ilsenburg. Letzteres stellt mit Funktionsmodellen und einer vielfältigen Sammlung von Erzeugnissen die örtliche Geschichte des Eisenkunstgusses vor; es liegen weitere, magazinierte Musealien vor. Nun stehen EU-Fördergelder in greifbarer Aussicht, um das gesamte Gebäude grundhaft zu sanieren und für die zeitgemäße Nutzung zu ertüchtigen. Es fehlt eine für Außenstehende nachvollziehbare Idee, wie sich die in die Jahre gekommene Dauerausstellung nicht im Design, sondern speziell in ihrer inhaltlichen Struktur und ihrer Exponatwahl weiterentwickeln kann. Zusätzlich sind plausible Ideen gewünscht, wie der historische Gewölbekeller als zusätzlicher Besichtigungsanlass eingebunden werden kann. Notwendiger Bestandteil der Antragsunterlagen ist ein Dauerausstellungskonzept. Endergebnis des Projekts soll eine detailliertere Version dieses Dauerausstellungskonzepts mit Grundrissdisposition sein.
Betreuung: Prof. Dr. Dr. Markus Walz

Sammlungserfassung und Ausstellungskonzept zu Geschichte und Gegenwart der Volkshochschule Leipzig

Die Volkshochschule Leipzig wird 2022 ihren 100. Geburtstag feiern. Um dieses Jubiläum angemessen zu begehen, soll ein attraktives und flexibles Ausstellungskonzept entwickelt werden, das nicht nur die Geschichte der Volkshochschule präsentiert, sondern auch die Idee der Volkshochschule als Lern- und Begegnungsort mit partizipativen Methoden umsetzt. Die Hauptaufgabe dieses Projekts besteht zunächst darin, die bisherigen Sammlungen zu sichten und zu verzeichnen, um sie für ein ansprechendes Ausstellungskonzept in den Gebäuden der Löhrstraße aufzubereiten. Wieweit Raum bleibt, ein vollständiges Ausstellungskonzept schon als Ergebnis dieses ersten Projektes anzugehen, bleibt dem Verlauf und dem zeitlichen Bedarf durch den Sichtungs- und Verzeichnungsprozess vorbehalten. Erste Ausstellungsplanungsideen werden aber in jedem Fall – allein schon in Form von Vorschlägen, wie diese Sammlungen in Zukunft gelagert und in eine Ausstellungspräsentation integriert werden können – anstehen und zu verschriftlichen sein.
Betreuung: Prof. Dr. Gisela Weiß

Museologie auf der MUTEC: Konzipierung, Gestaltung und Realisierung eines Messestandes

Vom 8. bis 10. November 2018 wird die Leipziger Messe erneut zum internationalen Treffpunkt der Museums- und Ausstellungstechnik. Der Studiengang Museologie wird dieses Jahr wieder mit einem Messestand vertreten sein. Aufgabe des Praxisprojektes ist es, ein inhaltliches und gestalterisches Konzept für diese Präsentation zu entwickeln und zu realisieren. Dabei kann auf das vorherige Konzept zurückgegriffen, doch ebenso Neues entwickelt werden. Die Messe liegt außerhalb der für die Studienleistung vorgesehene Zeit, also im 7. Fachsemester, doch ist es Teil des Projektes, dass diejenigen, die konzipiert haben, auch die Realisation auf der Leipziger Messe und die Standbetreuung mit übernehmen. Eine tatkräftige Unterstützung von Seiten des Studiengangs ist gesichert; anfallende Kosten für die Realisation werden übernommen.Betreuung: Prof. Dr. Gisela Weiß

Webpräsenz des Studiengangs Museologie Fortentwicklung und Realisation

Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit spielen für Museen eine wichtige Rolle, aber auch für Studiengänge. Sie dienen in beiden Fällen der Werbung und Information und müssen in der sich schnell wandelnden digitalen Informationsgesellschaft immer wieder neu überdacht und „relauncht“ werden. Eine solche Überprüfung und Aktualisierung wird für den Studiengang Museologie sukzessive umgesetzt. Aufgabe des Praxisprojektes ist es, die aktuelle Neukonzipierung weiter zu entwickeln und zu realisieren. Dabei sollen die Inhalte medienadäquat aufbereitet und mit dem Content Management System Typo 3 eingepflegt werden. Das Projekt umfasst ebenso das Erstellen von geeigneten Fotos und die Kontaktaufnahme zu Alumnis wie Kommilitonen, die im Sommersemester Projekte realisieren. Deshalb eignet sich das Projekt insbesondere für Studierende, die im Öffentlichkeitsbereich mehr Kompetenzen erwerben wollen. Die Eingabe von aktuellen Daten im Wintersemester sowie die weitere Pflege der Facebook-Seite für die Museologie ist Teil des Projektes.
Betreuung: Prof. Dr. Gisela Weiß